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Der STK trauert

Der STK trauert

-UPDATE:

Liebe Mitglieder, Mitglieder des Club 100 und Freunde von „Goldi“
Bereits im Mai 2018 ist unser Mitglied Christian “Goldi” Franke verstorben, den sehr viele unsere Mitglieder gut kannten – und auch wer Christian nicht persönlich kannte, kennt seinen “Auftakt” zu den Spielen unsere STK-Damen: “Attacke Steglitz!”. (Ein ausführlicherer persönlicher Nachruf von Gert Rosenthal findet sich auf den Seiten des STK und der Landes- und Bundes Hockeyverbände  (http://www.stk-hockey.de/der-stk-trauert-2/).
Die Beisetzung findet am Dienstag, dem 28. August 2018, um 13 Uhr auf dem Parkfriedhof Lichterfelde statt (Thuner Platz 2, 12205 Berlin).
PS Wer einen Beitrag zu den Bestattungskosten leisten möchte, der kann dies über einen sog. Moneypool tun (paypal.me/pools/c/873wWItTYu).

„Attacke Steglitz“ – Eine persönliche Erinnerung an Christian „Goldi“ Franke.

 

Christian Franke war für mich stets ein Teil des STK. Bereits im Jahre 1969, als ich im Alter von 11 Jahren zum STK kam, stand er im Sturm – und seine Mutter auf der Böschung der Wiesenbaude.

Sehr schnell integrierte er neue Mitglieder in das Team, denn er hatte „Telefonitis“. Christian  versorgte alle aus der Mannschaft mit den neuesten Fakten und Gerüchten und dehnte die Gruppe der Gesprächspartner in den Folgejahren weiter aus, insbesondere zu den WJ-Teams des BSC , die mehrere Male mit uns zu den Endrunden der Deutschen Meisterschaft fuhren.  Die „Telefonitis“  schraubte die Telefonkosten allerdings so erheblich in die Höhe, dass ihm seine Mutter ein Telefonier-Verbot erteilte. Glücklicherweise hatte seine Mutter aber in der Drakestraße/Ecke Unter den Eichen ein Reisebüro, zu dem Goldi einen Schlüssel besaß. Sobald der Geschäftsbetrieb beendet war, ging er –mit seinem Hund Rinti- „spazieren“, landete im Reisebüro und setzte sich mit einem Telefon unter einen Schreibtisch (damit man ihn von der Straße aus nicht sehen konnte) und führte seine Kommunikation, mit diversen Hockeyspielern – und im Laufe der Zeit immer mehr Spielerinnen, fort.

Wie schön, dass er die Berufung zur „Kommunikation“ dann auch zu seinem Beruf machen konnte! Er wurde Radiomoderator mit dem Schwerpunkt auf „Sport“.

Diese Begabung stellte er dann auch immer wieder dem Verein zur Verfügung. Bei der Eröffnung des Sochosplatzes führte er alle Gespräche mit den wichtigen Gästen, wie z.B. dem damaligen Bezirksbürgermeister oder dem ehemaligen Rekord-Nationalspieler Calle Fischer.  Auf den Bildern im Clubhaus kann man das auch noch heute sehen. Das erste Hockeydinner im Clubhaus wurde dann auch maßgeblich von Goldi gestaltet.

Er selbst war in seiner Jugend ein schneller und technisch hervorragende Hockeyspieler. Stets erinnere ich mich daran, wie er in einem sehr knappen und entscheidendem Jugend-Spiel in beeindruckender Weise, die gesamte Verteidigung des BHC ausspielte, einen Vorsprung von 5 bis 10 Metern ersprintete, den Torwart souverän stehen ließ und alleine vor dem leeren Tor, am sieben Meter Punkt ausholte, die Rufe „schiebe ihn doch einfach ein“ einfach ignorierte, und den Ball unter die Latte……… setzen wollte. Leider endete diese Latte etwa 5 Meter zu niedrig.

….Übrigens bin ich sicher, dass Goldi wusste, dass ich auch zu diesem Anlass diese Geschichte erzählen werde…

Seinen Vater hat Christian nicht wirklich kennen gelernt. Dieser war früh verstorben.  Da seine Mutter dann – bis auf die Besuche der Wiesenbaude- wenig Zeit für ihn hatte, lernte er ein typisches Familienleben nicht kennen. Vermutlich war Goldi gerade deshalb bei dem Thema „Familie“ –auch unserer „Hockeyfamilie“ – stets sehr engagiert. Seine glücklichsten Jahre waren sicher die, als er verheiratet war und tatsächlich eine eigene kleine Familie hatte.

In den letzten Jahren reduzierte sich sein eigener Bewegungsdrang immer weiter und er wurde krank. Er engagierte er sich über den Club 100 bei der STK-Jugend und war – wann immer es ihm möglich war – Gast bei den Spielen unserer Ersten Damen Mannschaft. Mit dem markerschütternden Ruf „Attacke Steglitz“  feuerte er unsere Ladies zu Beginn jeder Halbzeit an. Bis er dann kaum noch in die Hallen kommen konnte.  Ich finde es unglaublich toll, dass unsere Damen, seitdem Christian nicht mehr erscheinen konnte, ihm zu Liebe, diese  Worte vor Spielbeginn selbst rufen.

Christian, wir werden Dich und Deine freundliche, herzliche, hilfsbereite und kommunikative Art, in sehr guter Erinnerung behalten und stets an Dich denken, wenn es in der Halle dröhnt „Attacke Steglitz“!

 

Gert Rosenthal

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