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Mädchen B werden ostdeutscher Vizemeister!

Mädchen B werden ostdeutscher Vizemeister!

Am Wochenende ging es mit der Mädchen B Meistermannschaft nach Güstrow zum Spreepokal, der ostdeutschen Meisterschaft der Mädchen und Knaben B.

In der Halle in Güstrow war ordentlich was los: Insgesamt 10 Mädchen- und 11 Knabenteams kämpften um den begehrten roten Wimpel. Die große Halle war gefüllt mit Zuschauern und die Anspannung war deutlich zu spüren. So setzte auch bei unseren Mädchen die Nervosität ein, war es doch die erste Teilnahme der ostdeutschen Meisterschaft für die Jahrgänge 04/05. Trainerin Kleo und die Eltern Daniela, Sabine und Stefan waren etwas unsicher – was würde die „Wündertüte STK“ an diesem Wochenende für Leistungen abrufen können?

Lange mussten wir auf diese Antwort nicht warten. Das erste Spiel gegen HCKW lief gerade einmal 20 Sekunden als Cili den Ball im Tor des Gegners einnetzte. Zur Halbzeit stand es bereits 3:0. Und dann schossen sich die Mädels endlich frei. 8:0 der Endstand. So eine gute steglitzer Leistung konnten sich die Gegner nur damit erklären, dass wir zu alte Mädels eingesetzt hatten. So ging es mit Jose und Cili nach dem Spiel zum Schiedsgericht. Wir wussten aber schon längst, dass unser gutes Spiel nicht dem Alter der Mädels, sondern der disziplinierten taktischen Einstellung und einem gesunden Torhunger geschuldet war!

Auch im zweiten Spiel gegen Güstrow zeigten wir schnell unsere Überlegenheit. Besonders sei hier das Tor von unserer Topverteidigerin Ella hervorzuheben. 9:0 der Endstand.

Schauten wir auf die Ergebnisse der anderen Teams, wurde uns jedoch schnell klar, dass die beiden härtesten Gegner in den beiden letzten Spielen auf uns warteten. Die Chemnitzer hatten in ihrem ersten Spiel gegen TuSLi nur ganz knapp verloren. So stieg bei den Mädels vor dem Spiel, trotz der beiden hohen Siege, die Nervosität wieder an. So kam, was kommen musste. Die Chemnitzer spielten körperlich und mit viel Elan und gingen mit 0:1 in Führung. Wir standen uns hier und da auf den eigenen Füßen und das tolle Kombinationsspiel der ersten beiden Spiele klappte noch nicht. Trotzdem schoss Jose noch vor der Halbzeit etwas glücklich den Ausgleich. 1:1. In der zweiten Halbzeit konnten wir den Spielstand drehen. 2:1 für den STK. Wir kamen nun besser ins Spiel, aber auch die Chemnitzer gaben nicht auf. So holten sich die Gegner eine Minute vor Ende noch eine Ecke, die Jose aka Formel-1-Sprinterin entschärfen konnte. Puh… Spielende und damit war der Einzug ins Halbfinale sicher!

Im letzten Spiel gegen TuSLi ging es nun darum, ob es im Halbfinale am nächsten Tag gegen den zweitplatzierten der anderen Gruppe PSU oder den erstplatzierten BSC gehen wird. Die Mädels waren von der ersten Sekunde an wach. Schließlich wollten wir nach dem letzten Unentschieden gegen TuSLi endlich den verdienten Sieg! Nach einer Traumkombi von Cili und Jose gingen wir mit 1:0 in Führung. Doch TuSLi fackelte nicht lang und schoss mit einer Ecke den Ausgleich. Trainerin Kleo blieb entspannt und erkannte, dass der STK Spielüberlegenheit hatte. So fiel noch vor der Halbzeit das 2:1 und 3:1 erneut in Kombination aus Cili und Jose. Die besten Mädels von TuSLi wirkten nach ihren drei Spielen etwas geschwächt. Also entschieden wir uns nun auch einen Gang runterzuschalten und unsere Kräfte für die Spiele am Sonntag zu schonen. TuSLi schoss daraufhin den Anschlusstreffer zum 3:2 und machte das Spiel noch mal spannend. Die Abschlussecke konnten sie jedoch nicht verwandeln. 3:2-Sieg und Gruppenerster!

4 Spiele, 4 Siege – besser hätte der Samstag nicht laufen können!

Nach einem ausgedehnten Frühstück in unserer Unterkunft, ging es am Sonntag zurück in die Halle, wo uns bereits die extra angereisten Eltern und Fans Christina, Gerd und Michael begrüßten. Bei so viel Unterstützung auf der Tribüne musste es doch heute weiter gut für uns gehen. Doch die Mädels waren am gestrigen Abend noch so euphorisiert, dass es aus Trainer- und Betreuerseite viel zu spät in die Federn ging. Sollten nun deswegen die Kräfte im Halbfinale fehlen?

Die Mädels von PSU kannten wir bereits aus der Meisterschaftsrunde in Berlin und wir hatten uns in beiden Spielen schwer getan (0:0 und 2:1). Wir wussten, dass PSU defensiv sehr gut eingestellt ist und wir höchstwahrscheinlich nur wenige heiße Torchancen haben werden würden. So entschieden wir uns eine sehr offensive Taktik zu spielen, um PSU direkt in ihrem Aufbauspiel zu unterbrechen. Die Taktik fruchtete gut und wir gingen mit 1:0 in Führung. Doch PSU verwandelte eine Ecke zum 1:1. Es blieb spannend. In der zweiten Hälfte blieben wir die spielbestimmende Mannschaft, doch es sollte kein Treffer mehr fallen. Shoot-Out. Nervenkitzel pur! Die ersten vier Schützen konnten den Ball nicht im Tor unterbringen. Unsere Schützin Nummer 3 Jose verwandelte jedoch endlich den Ball eiskalt. Nun lag es an Viki, die bereits die ersten beiden Bälle von PSU halten konnte. Und so kam es wieder. Viki parierte auch den letzten Penalty und wurde so zum Potsdamer-Penalty-Schrecken und zur Steglitzer-Heldin! Gänsehaut Feeling und FINALE!!!

Vor dem Finale wurde die Doppelhalle in Güstrow umgebaut. Die beiden Finalspiele fanden vor der großen Tribüne, auf der 1000 Zuschauer Platz finden können, statt. Musik und gute Stimmung der Zuschauer, brachten uns in echte Finalstimmung. Es ging gegen die Mädchen vom BSC, die uns in der Endrunde vor zwei Wochen nach einem ausgeglichenen Spiel knapp schlagen konnten. Die ersten Minuten waren sehr ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. BSC holte sich ein paar Ecken und konnte schließlich eine zum 0:1 verwandeln. Kurze Zeit später fiel durch einen ärgerlichen Patzer das 0:2. Was war denn da passiert? Keine Spannung und unnötiges Gedaddel vor dem eigenen Tor, die Schultern wurden hängen gelassen und nur noch auf Halbgas gespielt. Und dann fiel auch noch unsere sichere Bank Charlotte, die auch immer wieder offensiv tolle Akzente setzen kann nach einem Foul für den Rest des Spiels aus. So retteten wir das 0:2 in die Halbzeitpause. So sollte das Endspiel aber nicht weitergehen! Nach einer deftigen Halbzeitansprache waren die Mädels erneut „positiviert“ (Kira) und versprachen ab jetzt Vollgas zu geben. Wenn BSC zwei Tore in der ersten Halbzeit schießen kann, schaffen wir das erst recht! In der zweiten Hälfte waren wir das bessere Team. Einen Fehlpass von BSC nutzen wir eiskalt aus und schossen den Anschlusstreffer zum 1:2. Und da war es: Nach einer Ecke klingelte es erneut im BSC-Tor. 2:2! Die Spannung war wieder da und mit 5 Minuten Restspielzeit war wieder alles offen. Doch zwei Minuten später verwandelte BSC eine Ecke zum 2:3. Noch 3 Minuten und wir gaben weiterhin gut Druck. Doch leider lief die Zeit gegen uns BSC spielte das Spiel intelligent zu Ende. 3:2 und Ende. Der Traum vom Wimpel geplatzt. In der ersten Hälfe war der BSC die bessere Mannschaft, die zweite Hälfte waren wir das bessere Team und am Drücker. Das Spiel hätte auch gut mit uns als Sieger ausgehen können! Die Enttäuschung saß tief, wir waren so kurz vor dem Sieg. Ein paar Tränen flossen und in der Kabine herrschte nach dem Spiel absolute Stille. Gemeinsam schafften wir es jedoch uns wieder aufzubauen, Mut zuzusprechen und stolz auf unsere erbrachte Leistung zu sein. Und das können wir wirklich, schließlich sind wir der frischgebackene Vizemeister!

Gemeinsam dieses Wochenende erlebt zu haben, hat das Team weiter zusammenwachsen lassen. Die Mädels haben in den sechs abgelieferten Spielen tolle Leistungen gezeigt und konnten mit ihrer Nervosität von Spiel zu Spiel besser umgehen. Die Kurve geht klar nach oben und verspricht noch viele weitere Endrunden. Weiter so und die „Wundertüte STK“ wird zu einem beständigen Team, vor dem sich jeder Gegner in Acht nehmen muss!

 

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Noch ein paar Worte in eigener Sache:

Auch wenn es ein Traum gewesen wäre, in meinem vorerst letzten Spiel als Trainerin den roten Wimpel mit nach Steglitz zu nehmen, hätte ich mir kein besseres Endspiel als Trainerin wünschen können. Ein Spiel in dem sich die Mädels nach einer 0:2 Rücklage zurück ins Spiel kämpfen und die zweite Halbzeit 2:1 gewinnen. Das zeigt Charakterstärke und Siegeswillen und diesen Trubel der Gefühle macht den Hockeysport aus. Danke, liebe Mädels und Eltern für dieses Wochenende. Und danke Bennett für die absolut perfekte Zusammenarbeit mit dir in den letzten Jahren – gemeinsam haben wir so viel gemeistert!

Liebe Mädels, Bennett und ich sind unglaublich stolz auf eure Leistung! Für uns wart ihr in keinem Fall der „Überraschungsfinalist“ und wir wissen, dass da in den nächsten Jahren noch mehr geht. Wir wünschen euch mit Guido und Marcel viel Erfolg in der kommenden Saison! #stk2020

 

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