Reisebericht der „Elderly People“ nach Bisham/Maidenhead (England)
Die „Elderly People“ waren vom 10. bis zum 12.04.2026, wie fast jedes Jahr, wieder in England zu ihren zwei Eintagesturnieren in Bisham und Maidenhead eingeladen.
Erstmals eingeladen wurde der STK 2014 anlässlich des 60. Geburtstags unseres englischen Freunds Paul Mangat. Einer seiner sehnlichsten Wünsche war es damals, einmal ein Turnier mit seinen holländischen und seinen deutschen Freunden in Harmonie und Frieden zu spielen. Diesem Wunsch sind wir sehr gerne nachgekommen und es entwickelten sich seitdem enge Bande zwischen den englischen Puritans, den holländischen Abrahams und uns Deutschen! Nur einmal in dieser Zeit musste die Reise wegen Corona ausfallen. Im Laufe der Zeit verstärkten erfreulicherweise Freunde des BSC das Team zunehmend und seit letztem Jahr haben wir auch zumindest einen Spieler des SCC dabei.
Also ging es auch dieses Jahr wieder nach England! Leider mussten die Abrahams diesmal ihre Teilnahme kurzfristig absagen, wir hoffen sehr sie nächstes Jahr wiederzusehen.
Als Spieler waren diesmal vom STK Dirk Krickel, Matze Berger, Tom Krohse, Martin Schulz, Marcus Ziegler und der ehemalige STK-Spieler Moritz Otte dabei, der seinen Bruder Jörn aus Lübeck mitbrachte. Vom BSC reisten Martin Steinhorst, Felix Neutze und Andreas Zoega mit, letzterer lebt mittlerweile in Aachen. Komplettiert wurde die Berliner Truppe durch Sebastian Westphal vom SCC. Unterstützung erhielten wir wie schon in den Jahren zuvor von unserem Schotten Donald Dunbar, dem Engländer Pardeep und unserem englischen Holländer Carel van de Waal. Leider musste Kiki Lux ihre Teilnahme kurzfristig absagen, so dass wir diesmal ohne unsere weibliche Starverteidigerin leben mussten. Als Manager, ohne Spieleinsatz, war Florian Lux dabei.
Also machten wir uns, jeder auf seinem Weg und zu seiner Zeit, auf nach England. Einige reisten schon am Donnerstag an, die letzten von uns trafen am Freitagabend ein, nur Pardeep und Carel erschienen erst am Samstag zum ersten Spiel.
Paul und Sue organisierten wie jedes Jahr in perfekter Manier alles für uns, inklusive der Abholung aller Spieler, so dass nach und nach alle im Hotel in Hurley eintrafen, welches von Sebastian für das gesamte Team organisiert wurde. Vielen Dank dafür!
Vier von uns (Felix, Marcus, Martin Schulz und Florian) trafen sich am Freitagmittag zu einer gemeinsamen Golfrunde im nahen Temple Golfclub, diesmal ohne unsere Holländer. Dieser Kurs machte zuerst einen einfachen Eindruck auf uns, war dann allerdings doch sehr viel schwieriger als gedacht! Besonderes Highlight war Felix erster Drive, der Ball flog zwar ein wenig links, aber doch recht weit, während der Schlägerkopf sich in die andere Richtung verabschiedete und fast unsern Marcus traf! Schnell wurde der Schläger getauscht und auf ging es zu den 18 Löchern. Endlich wieder im Clubhaus gesellte sich auch der Großteil unserer Truppe zu dem einen oder anderen Bier dazu. Später am Abend trafen wir im örtlichen Pub unsere englischen Freunde Satinder, seinen Cousin Harvinder und seine Frau Caroline und quatschten und feierten bis zur Sperrstunde.
Anschließend frönten Andi, Donald und Martin Steinhorst in Andis Bridal Suite dem Whiskey. Martin und Donald konnten kein Ende finden und ignorierten standhaft jeden von Andis Versuchen den Abend zu beenden. Zuerst nur verbal, dann zog er seinen Schlafanzug an, bekam dafür aber nur den nächsten Whiskey eingeschenkt. Auch als er sich Zähne putzend wieder an den Tisch setzte, wurde ihm ein weiterer Whiskey nachgefüllt … Irgendwann war der Abend aber auch für diese drei beendet und Andi durfte endlich alleine schlafen.
Am nächsten Morgen, nach einem typischen englischen Frühstück, fuhren wir gemeinsam nach Bisham und spielten jeweils zweimal gegen die Puritans und ein weiteres englisches Team im englischen Hockey Olympiastützpunkt. Wie jedes Jahr zählten nicht allein die Ergebnisse der Spiele, sondern auch, wie sportlich man sich auf und neben dem Platz verhielt, so dass zu unser aller Verwunderung wir den silbernen Pisspott tatsächlich zum dritten Mal in Serie gewannen.
Paul und Sue verwöhnten uns während des Turniers mit allerlei Süßigkeiten und leckeren Getränken! Nach der Siegerehrung gingen wir alle gemeinsam zum Mittagessen in den „Engine Room“ des Olympiastützpunkts und ließen uns das dortige Chili schmecken! Anschließend machten wir uns gemeinsam auf den Rückweg ins Hotel, wo sich alle eine wenig erholten oder gemeinsam die Reste vom Turnier, bestehend aus Bier und Wein, bei angeregten Diskussionen genossen.

Am Abend stand wie jedes Jahr das Formal Dinner des HC Maidenhead im Bull Inn in Bisham statt. Also wurde der Anzug herausgekramt und die Krawatte gebunden und schon konnte es losgehen. Wie überraschend hat sich auch in diesem Jahr die Auswahl auf der Karte nicht verändert! Dieser Abend fand, wie immer, durch die englische Sperrstunde ein nicht zu spätes Ende. Diesmal verweigerte Andi seine Suite für einen Schlummertrunk, so dass alle in ihren Zimmern verschwanden.
Am Sonntag ging es dann auf nach Maidenhead. Hier wird immer noch auf dem alten Hockey- und Cricketplatz auf Naturrasen gespielt. Wir starteten mit einem famosen Sieg, gefolgt von einem Unentschieden und einer Niederlage. Man merkte der gesamten Mannschaft die Strapazen des Vortages an. Im letzten Spiel ging es vor allem darum, das tolle Wochenende mit einem guten Gefühl zu beenden. Also rafften wir uns nochmals auf und starteten in das letzte Spiel, gerieten aber trotz aller guten Vorsätze in Rückstand. Wahrscheinlich wollte der Gegner unsere gedrückte Laune vertreiben, der Abschlag des Liberos riss ein riesiges Luftloch in den englischen Himmel, nur der Ball ignorierte den Einsatz und blieb liegen. Daraufhin brachen mehrere seiner Mitspieler vor Lachen zusammen und kugelten sich auf dem Rasen. Als es endlich weitergehen konnte, gab unsere Truppe nochmals alles und wir gingen mit 3:1 in Führung. Am Ende wurde es nochmals spannend, unser Gegner verkürzte und es wurde eine hochinteressante Schlussphase, die wir mit viel Mühe und ein wenig Glück überstanden. So konnten wir das Wochenende mit einem sehr guten Gefühl abschließen und nach ein paar Getränken frohen Mutes den Heimweg antreten.
Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr, dann wieder gemeinsam mit den Abrahams.
Euer Florian

